Geschäftsbericht 2017

EBIT

Der Daimler-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2017 ein EBIT von 14,7 Mrd. € (i. V. 12,9 Mrd. €) und lag damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres. (Vgl. Tabelle B.12 und Abbildung B.13)

B.12 EBIT nach Segmenten

  2017 2016 17/16
in Millionen €   Veränd. in %
       
Mercedes-Benz Cars 9.207 8.112 +13
Daimler Trucks 2.380 1.948 +22
Mercedes-Benz Vans 1.181 1.170 +1
Daimler Buses 243 249 - 2
Daimler Financial Services 1.970 1.739 +13
Überleitung - 299 - 316 +5
Daimler-Konzern1 14.682 12.902 +14

1 Die operative Ergebnisgröße EBIT stellt das Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern dar. Die Überleitung des EBIT des Daimler-­Konzerns auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ist in Anmerkung 33 des Konzernabschlusses enthalten.

Daimler GB2017 B.13 Ergebnisentwicklung

Dabei spiegelt die Ergebnisentwicklung insbesondere die sehr gute Absatzsituation in den automobilen Geschäftsfeldern wider. So konnte das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars das Ergebnis vor allem infolge der positiven Absatzentwicklung der SUV-Modelle und der neuen E-Klasse steigern. Auch das Geschäftsfeld Daimler Trucks konnte das Ergebnis des Vor­jahres deutlich verbessern. Insbesondere ein höherer Absatz in der NAFTA-Region sowie der Verkauf von Immobilien in Japan trugen zu der Ergebnissteigerung bei. Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses erzielten ein EBIT auf dem Niveau des Vorjahres. Daimler Financial Services konnte im Jahr 2017 einen deutlichen EBIT-Anstieg erreichen. Wechselkurseffekte wirkten sich im Saldo positiv auf das operative Ergebnis aus.

Die Überleitung der Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT zeigt im Berichtsjahr ein Ergebnis leicht über dem Niveau des Vorjahres.

Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars hat das EBIT im Berichts­jahr deutlich gesteigert und damit die im Geschäftsbericht 2016 abgegebenen Prognosen erfüllt. Für das Geschäftsfeld Daimler Trucks wurde im Geschäftsbericht 2016 ein Ergebnis leicht unter Vorjahresniveau prognostiziert. Diese Einschätzung haben wir im Jahresverlauf im Rahmen unserer Quartalsbericht­erstattungen schrittweise nach oben angepasst, da die Absatzvolumina in Kernmärkten stärker als erwartet gestiegen und die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Optimierung der Fixkosten geringer als erwartet ausgefallen sind. Ebenfalls besser als von uns noch zu Beginn des Jahres prognostiziert hat sich das Ergebnis bei Mercedes-Benz Vans entwickelt. Wir hatten mit einem Ergebnis deutlich unter dem Vorjahresniveau gerechnet. Diese Einschätzung haben wir im Jahresverlauf im Rahmen unserer Quartalsberichterstattungen infolge der höheren Absatzvolumina auf die Erwartung eines EBIT in der Größenordnung des Vorjahres angepasst. Auch Daimler Buses erzielte ein EBIT auf dem Niveau des Vorjahres. Die im Geschäftsbericht 2016 abgegebene Prognose eines EBIT leicht über dem Vorjahr konnte damit nicht erreicht werden. Daimler Financial Services konnte das EBIT deutlich steigern und damit die im Geschäftsbericht 2016 abgegebene Prognose übertreffen.

Daimler GB2017 B.14 Umsatzrendite
Daimler GB2017 B.15 Eigenkapitalrendite

 

B.16 Überleitung des Konzern-EBIT auf das Ergebnis vor Ertragsteuern

  2017 2016
in Millionen €    
     
Konzern-EBIT 14.682 12.902
Abschreibungen auf aktivierte Fremdkapitalkosten1 - 13 - 12
Zinserträge 214 230
Zinsaufwendungen - 582 - 546
Ergebnis vor Ertragsteuern 14.301 12.574

1 Abschreibungen auf aktivierte Fremdkapitalkosten fließen nicht in die interne Steuerungsgröße EBIT ein, sind aber Bestandteil der Umsatzkosten.

Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars erzielte im Jahr 2017 ein Ergebnis von 9.207 Mio. € und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 8.112 Mio. €. Die Umsatzrendite betrug 9,7 (i. V. 9,1) %. (Vgl. Abbildung B.14) 

Die positive Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen auf einen höheren Absatz von Neufahrzeugen zurückzuführen. Die wichtigsten Treiber waren das SUV-Segment und die neue E-Klasse. Darüber hinaus wirkten sich Wechselkurseffekte und Erträge aus der Neubewertung im At-equity-Buchwert der THERE Holding B. V. (183 Mio. €) positiv auf das EBIT aus. Gegenläufige Ergebniseffekte entstanden durch Aufwendungen für Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge sowie durch Aufwendungen für den Ausbau der Produktionskapazitäten. Des Weiteren belastete der Anstieg der Rohstoffpreise das EBIT. Zudem wurde das Ergebnis durch Aufwendungen im Zusammenhang mit freiwilligen Servicemaßnahmen sowie einer Rückrufaktion (425 Mio. €) beeinflusst. Im Jahr 2016 hatten Aufwendungen im Zusammenhang mit Takata Airbags (480 Mio. €) sowie Aufwendungen aus der Bewertung von Vorratsvermögen (238 Mio. €) einen negativen Einfluss.

Das EBIT des Geschäftsfelds Daimler Trucks lag im Jahr 2017 mit 2.380 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert von 1.948 Mio. €. Die Umsatzrendite betrug 6,7 (i. V. 5,9) %. (Vgl. Abbildung B.14)

Die positive Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen auf einen höheren Absatz in der NAFTA-Region zurückzuführen. Darüber hinaus lieferten der Verkauf von Immobilien am Standort Kawasaki in Japan (267 Mio. €) sowie die Realisierung von Effizienzverbesserungen einen positiven Ergebnisbeitrag. Höhere Aufwendungen für Rohstoffe und Aufwendungen im Rahmen der Fixkostenoptimierung (172 Mio. €) wirkten sich negativ auf das EBIT aus.

Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Vans erzielte im Jahr 2017 mit 1.181 Mio. € (i. V. 1.170 Mio. €) ein EBIT auf dem Niveau des Vorjahres. Die Umsatzrendite betrug 9,0 (i. V. 9,1) %. (Vgl. Abbildung B.14)

Das EBIT war von höheren Aufwendungen für Produktanläufe und neue Technologien geprägt. Zudem belastete die Beendigung einer Auftragsfertigung das Ergebnis. Die positive Absatzentwicklung, insbesondere in Europa, in China und in Lateinamerika sowie Wechselkurseffekte konnten diese Effekte kompensieren. Das Vorjahresergebnis war durch Aufwendungen im Zusammenhang mit Takata Airbags (83 Mio. €) und für ein freiwilliges Abfindungsprogramm für das Werk Düsseldorf (38 Mio. €) belastet.

Das EBIT des Geschäftsfeldes Daimler Buses lag mit 243 (i. V. 249) Mio. € im Berichtsjahr auf dem Niveau des hohen Vorjahreswertes. Die Umsatzrendite ging leicht auf 5,6 (i. V. 6,0) % zurück. (Vgl. Abbildung B.14)

Weitere Effizienzsteigerungen sowie ein höheres Absatzvolumen in Lateinamerika konnten den inflationsbedingten Kostenanstieg in Lateinamerika und die negativen Wechselkurseffekte fast ausgleichen.

Das Geschäftsfeld Daimler Financial Services erzielte im Geschäftsjahr 2017 ein Ergebnis von 1.970 Mio. € und übertraf somit das Ergebnis des Vorjahres von 1.739 Mio. € deutlich. Die Eigenkapitalrendite lag bei 17,6 (i. V. 17,4) %. (Vgl. Abbildung B.15)

Ausschlaggebend für die positive Entwicklung waren das gestiegene Vertragsvolumen sowie die weitere Verbesserung der Risikokostensituation. Gegenläufig wirkten sich das gestiegene Zinsniveau, der Anstieg der Aufwendungen für den Ausbau der Mobilitätsdienstleistungen und die Digitalisierung des Geschäfts­systems aus.

Die Überleitung der operativen Ergebnisse der Geschäftsfelder auf das EBIT des Konzerns umfasst die zentral verantworteten Sachverhalte sowie Ergebniseffekte aus der Eliminierung konzern­interner Transaktionen zwischen den Geschäftsfeldern.

Aus den zentral verantworteten Sachverhalten sind Aufwendungen von 254 (i. V. 333) Mio. € entstanden. Darin waren im Jahr 2017 hauptsächlich Aufwendungen im Zusammenhang mit rechtlichen Verfahren enthalten. Gegenläufig wirkte sich die Wertaufholung des At-equity-Buchwerts von BAIC Motor von 240 Mio. € aus. Im Vorjahr hatte diese Position Aufwendungen im Zusammenhang mit einem Rechtsverfahren von 400 Mio. €, Aufwendungen aus der Wertminderung der Beteiligung an BAIC Motor von 244 Mio. € und Verluste aus Währungsgeschäften von 241 Mio. €, die nicht dem operativen Geschäft zuzuordnen waren, beinhaltet. Erträge aus der Einbringung der Anteile an Renault S. A.(Renault) und Nissan Motor Company Ltd. (Nissan) in das deutsche Pensions-Planvermögen von 605 Mio. € konnten diese Belastungen nicht ausgleichen.

Aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen ergab sich im Jahr 2017 ein Aufwand von 45 (i. V. Ertrag von 17) Mio. €.

Eine Überleitung des Konzern-EBIT auf das Ergebnis vor Ertragsteuern zeigt Tabelle B.16.

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