Geschäftsbericht 2017

Weltwirtschaft

Zu Jahresbeginn 2018 entwickelt sich die Weltwirtschaft weiterhin mit einem soliden Wachstumstempo. Wir gehen davon aus, dass sich diese Dynamik auch im weiteren Jahresverlauf fortsetzen wird. Die Wachstumsperspektiven, sowohl für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch für die Schwellenländer, sind dabei ähnlich günstig wie im Vorjahr.

Die meisten Konjunkturindikatoren signalisieren für die Wirtschaft der Europäischen Währungsunion (EWU) auch für das Jahr 2018 eine überdurchschnittliche Entwicklung. Ausgehend von einer robusten inländischen Nachfrage sowie einem soliden Beitrag des Außenhandels sollte ein Wirtschaftswachstum von nahezu 2,5 % möglich sein. Die Europäische Zentralbank wird die günstigen Konjunkturaussichten dazu nutzen, ihre sehr expansive Geldpolitik der Vorjahre graduell zurückzufahren. Dies gilt primär für das voraussichtliche Auslaufen des umfangreichen Anleiheaufkaufprogramms. Erhöhungen bei den Leitzinsen stehen aus heutiger Sicht dagegen noch nicht auf der Agenda. Erfreulich sind auch die Wachstumsperspektiven für die deutsche Wirtschaft, die ebenfalls um rund 2,5 % expandieren könnte. Weil das Jahr 2018 weiterhin durch Unsicherheiten im Zusammenhang mit den EU-Austrittsbedingungen für Großbritannien geprägt sein dürfte, muss für die britische Wirtschaft eine weiterhin eher verhaltene Entwicklung unterstellt werden, ein konjunktureller Einbruch ist aber wenig wahrscheinlich.

In den Vereinigten Staaten deuten die verfügbaren konjunkturellen Frühindikatoren darauf hin, dass sich der solide Aufschwung der Wirtschaft fortsetzt. Angesichts der stabilen Inlandsnachfrage, moderater Inflation und niedriger Arbeitslosigkeit wird die amerikanische Notenbank voraussichtlich ihren leicht restriktiven geldpolitischen Kurs mit kleineren Zinserhöhungen aufrechterhalten können. In Verbindung mit den Impulsen aus der Steuerreform, die zum Jahresende 2017 verabschiedet wurde, könnten sich ein gesamtwirtschaftliches Plus von gut 2,5 % und damit eine leichte Beschleunigung gegenüber dem Vorjahr ergeben.

Auch die Wachstumsaussichten der japanischen Wirtschaft bleiben relativ stabil. Selbst wenn sich die Zuwachsraten beim privaten Konsum und bei den Investitionen geringfügig verringern sollten, wird ein Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zwischen 1 und 1,5 % erwartet.

Die Schwellenländer sollten im Jahr 2018 insgesamt wie im Vorjahr ein gesamtwirtschaftliches Wachstum von gut 4,5 % erzielen und sich somit entlang ihres langfristigen Trends entwickeln. Die Aussichten für die chinesische Wirtschaft sind, ausgehend von der ausgesprochen robusten Konjunkturentwicklung des Jahres 2017, auch für dieses Jahr günstig. Allerdings erwartet die Mehrzahl der Analysten aufgrund einer Verringerung der staatlichen Stimuli und einer etwas restriktiveren Kreditvergabe eine leichte Verringerung des Wachstums auf rund 6,5 %. Während die mittel- und osteuropäischen Volkswirtschaften vermutlich nicht ganz an das starke Wirtschaftswachstum des Vorjahres anschließen dürften, wird für den südamerikanischen Wirtschaftsraum eine konjunkturelle Beschleunigung angenommen. Mit voraussichtlich 2 bis 2,5 % BIP-Wachstum bleibt Südamerika aber weiterhin unter seinen Möglichkeiten. Die weitere Stabilisierung der Rohstoffpreise sollte auch den Ländern des Mittleren und Nahen Ostens helfen, die Wachstumsraten bleiben jedoch mit knapp 3 % für diese Region eher unterdurchschnittlich.

Insgesamt dürfte die Weltwirtschaft im Jahr 2018 mit einem Wachstum von deutlich mehr als 3 % ähnlich günstig expandieren wie im Vorjahr.

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