Geschäftsbericht 2017

Umfeld- und Branchenrisiken und -chancen

Die Umfeld- und Branchenrisiken und -chancen des Daimler-Konzerns werden nachfolgend erläutert. Eine Quantifizierung dieser Risiken und Chancen ist in Tabelle B.58 dargestellt.

B.58 Umfeld- und Branchenrisiken/-chancen

Risikokategorie Eintrittswahrscheinlichkeit Ausmaß Opportunity category Ausmaß
         
Allgemeine Marktrisiken niedrig hoch Allgemeine Marktchancen hoch
Risiken in Verbindung mit der Leasing- und Absatzfinanzierung niedrig niedrig Chancen in Verbindung mit der Leasing- und Absatzfinanzierung niedrig
Risiken aus dem Beschaffungsmarkt niedrig hoch Chancen aus dem Beschaffungsmarkt niedrig
Risiken infolge gesetzlicher und politischer Rahmenbedingungen niedrig hoch Chancen infolge gesetzlicher und politischer Rahmenbedingungen niedrig

Volkswirtschaftliche Risiken und Chancen

Volkswirtschaftliche Risiken und Chancen stellen die Rahmenbedingungen für die in den nachfolgenden Kategorien genannten Risiken und Chancen dar und fließen als Prämissen in die Quantifizierung dieser Risiken und Chancen ein. Der gesamtwirtschaftliche Rahmen hat maßgeblichen Einfluss auf die automobilen Absatzmärkte und damit auf den Erfolg des Konzerns.

Wie die Mehrzahl der Wirtschaftsforschungsinstitute erwartet Daimler, dass die Weltwirtschaft nach der spürbaren Wachstumsbeschleunigung des vergangenen Jahres auch 2018 wieder um mehr als 3 % wachsen wird. Der Konjunkturverlauf im Jahr 2017 ist im Kapitel »Wirtschaftliche Rahmen­bedingungen und Geschäftsverlauf« dieses Lageberichts ausführlich beschrieben; die Wachstumsannahmen für 2018 werden im »Prognosebericht« erörtert..

Die volkswirtschaftlichen Risiken und Chancen sind an Annahmen und Prognosen über die Gesamtentwicklung gekoppelt. Das Verhältnis von Chancen und Risiken ist zum Jahresbeginn 2018 ausgewogener als noch im Vorjahr; dennoch bestehen weiterhin zahlreiche Risiken für die Weltwirtschaft.

In den USA könnte die verabschiedete Steuerreform und eine insgesamt expansivere Fiskalpolitik für zusätzliche, bisher nicht berücksichtigte Impulse sorgen. Sollte es dort zu einer deutlich dynamischeren Investitionstätigkeit und damit zu einem kräftigeren Wachstum, verbunden mit positiven Beschäftigungs- und Einkommenseffekten, kommen, könnte die Nachfrage in allen automobilen Geschäftsfeldern davon profitieren. Da der Daimler-Konzern insbesondere in den Geschäftsfeldern Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks und Daimler Financial Services einen beträchtlichen Teil seines Umsatzes in den USA erzielt, hätten diese Entwicklungen erhebliche Konsequenzen für den Konzernerfolg. Darüber hinaus hätte ein höheres Wachstum in den USA auch Ausstrahlungseffekte auf den Rest der Welt. Die Kehrseite einer solchen expansiven Fiskalpolitik ist allerdings zum einen eine Verschärfung der Verschuldungssituation der USA sowie das Risiko, dass sich die Zentralbank zu stärkeren Zinserhöhungen gezwungen sehen könnte als bislang unterstellt, um einem zu starken Inflationsdruck entgegenzuwirken. Dies würde die schon bestehenden Risiken verstärken, die durch den Ausstieg der US-Zentralbank aus der expansiven Geldpolitik und durch die Anhebung der Leitzinsen entstehen. Als Folge könnten steigende Kreditzinsen die Erholung des Immobilienmarktes und die Investitionsneigung der Unternehmen bremsen. Zudem besteht das Risiko, dass die Aktienkurse stark fallen und eine Kettenreaktion an den globalen Aktienmärkten in Gang setzen, mit starken Marktkorrekturen und Phasen außerordentlicher Volatilität an den globalen Finanzmärkten als Folge. Derartige Entwicklungen könnten weltweit das Investitionsklima belasten und sich negativ auf die Weltkonjunktur auswirken.

In Europa haben die politischen Risiken hinsichtlich der Stabilität der EU beziehungsweise der Währungsunion nach den Wahlausgängen im Jahr 2017 etwas abgenommen. Dennoch lassen separatistische Tendenzen wie zum Beispiel in Katalonien oder anstehende Parlamentswahlen in Italien ein Wiederaufflammen der Euro-Krise nicht völlig unmöglich erscheinen. Darüber hinaus bestehen weiterhin nennenswerte Risiken im Bankensektor einiger Mitgliedsstaaten, und der Anteil an notleidenden Krediten ist stellenweise sehr hoch. Ein weiterer entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung in Europa ist der weitere Verlauf der Brexit-Verhandlungen. Das Scheitern einer Einigung könnte sich negativ auf das Geschäftsklima und damit auf die wirtschaftliche Entwicklung in Großbritannien und in geringerem Maße in der Eurozone auswirken und die Handelsbedingungen potenziell erschweren. Der europäische Markt ist für Daimler über alle Geschäftsfelder hinweg auch künftig von großer Bedeutung; für die Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans ist dies weiterhin sogar die bedeutendste Absatzregion. Diesen Risiken stehen Chancen für ein stärkeres Wachstum durch eine noch kräftigere Dynamik von Konsum und Investitionen im Euroraum gegenüber, was auch der automobilen Nachfrage auf dem wichtigen europäischen Markt zugutekäme.

Aufgrund der enormen Bedeutung Chinas als Wachstumstreiber der Weltwirtschaft in den vergangenen Jahren ist in einem konjunkturellen Einbruch der chinesischen Wirtschaft ein erhebliches Risiko für die Weltwirtschaft zu sehen. Der seit der globalen Finanzkrise zu beobachtende enorme Anstieg der Verschuldung, vor allem im Unternehmenssektor, stellt hier ein deutliches Risiko dar. Sollten die Anstrengungen der Regierung, das Kreditwachstum einzudämmen, zu einer deutlicheren Wachstumsverlangsamung führen als aktuell angenommen, hätte das eine spürbare Abkühlung der Weltkonjunktur zur Folge. In China selbst könnte es infolge der Wachstumsverlangsamung zu einer übermäßigen Zunahme von Kreditausfällen kommen, die wiederum zu Turbulenzen im Bankensektor und an den Finanzmärkten führen würden. Insbesondere das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars, für das China inzwischen der mit Abstand größte Einzelmarkt ist, müsste in diesem Fall mit deutlichen negativen Auswirkungen auf seinen Absatz rechnen. Außerdem würde die niedrigere chinesische Nachfrage für einen erneuten Preisverfall bei Öl und anderen (Industrie-) Rohstoffen sorgen, mit äußerst nachteiligen Effekten für rohstoffexportierende Länder weltweit, vor allem in Lateinamerika, dem Nahen und Mittleren Osten und der Sub-Sahara-Region in Afrika. Dies würde die Nachfrage in den automobilen Geschäftsfeldern in diesen Regionen belasten. Hingegen könnte das Wachstum in 2018 auch kräftiger als erwartet ausfallen, falls die chinesische Regierung ihren Kurs der geld- und fiskalpolitischen Straffung weniger konsequent verfolgt als aktuell angenommen. Der daraus resultierende höhere Zuwachs beim gesamtwirtschaftlichen Konsum bietet als Folge weitere Chancen insbesondere für das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars.

Die Perspektive der Schwellenländer bleibt im Vergleich zum Vorjahr stabil, ist aber weiterhin mit einigen Risiken, überwiegend externer Natur, behaftet. So könnte ein deutlicher Anstieg der Zinsen in den USA vor allem jene Schwellenländer mit hohem Leistungsbilanzdefizit und hoher Auslandsverschuldung in Bedrängnis bringen und deutliche Währungsabwertungen verursachen (z. B. Türkei, Südafrika oder Brasilien). Finanzmarktturbulenzen bis hin zu Währungskrisen wären mögliche Konsequenzen und könnten die Konjunktur in den betroffenen Volkswirtschaften massiv belasten. Auch ein geringeres Welthandelswachstum und niedrigere Rohstoffpreise (unter anderem ein Einbruch der Rohölpreise) als derzeit vorhergesagt hätten negative Wachstumseffekte für Rohstoffexporteure. Da Daimler in diesen Ländern entweder schon sehr aktiv ist beziehungsweise diese Märkte eine strategische Rolle spielen, hätte dies für die Absatzaussichten des Konzerns deutlich negative Folgen. Importabhängige Volkswirtschaften wie zum Beispiel Indien würden hingegen vom niedrigeren Preisniveau profitieren. Des Weiteren würden auch ein kräftigerer Zuwachs beim Welthandel sowie höhere Rohstoffpreise in rohstoffexportierenden Schwellenländern für entsprechend positive Impulse sorgen und zu höherem Wachstum und damit erhöhter Automobilnachfrage führen.

Angesichts der positiven wirtschaftlichen Situation in weiten Teilen der Welt, inklusive Europa und einiger wichtiger Schwellenländer, besteht die Chance, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2018 noch kräftiger wächst als bislang angenommen. Eine stärkere Zunahme der weltweiten Nachfrage würde die Rohstoffpreise weiter stützen und hätte positive Auswirkungen auf Rohstoffexporteure in Südamerika, dem Nahen und Mittleren Osten und Afrika.

Weitere Risiken liegen in geopolitischen Spannungen, beispielsweise zwischen Saudi-Arabien und Iran oder in Nordkorea; aber auch Länder wie Russland oder die Türkei bieten weiterhin erhebliches Konfliktpotenzial. Sollte es darüber hinaus infolge von weiteren terroristischen Attentaten oder Übergriffen in Europa oder anderen großen Volkswirtschaften zu einer starken Verunsicherung kommen, könnte das Investitionen und Verbrauchervertrauen auf breiter Basis untergraben und so auch realwirtschaftliche Effekte haben. Außerdem würde ein Anstieg terroristischer Angriffe den bereits wachsenden Zulauf zu populistischen Parteien noch verstärken und damit Isolationismus fördern und den Welthandel belasten, mit enormen Kosten für die Weltwirtschaft.

Allgemeine Marktrisiken und -chancen

Risiken und Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung auf den Automobilmärkten sind maßgeblich durch die in den vorhergehenden Abschnitten beschriebene konjunkturelle Lage der Weltwirtschaft beeinflusst. Die Beurteilung marktwirtschaftlicher Risiken und Chancen ist an Annahmen und Prognosen über die Gesamtmarktentwicklung in den Regionen gekoppelt, in denen der Daimler-Konzern tätig ist. Die Möglichkeit sich gegenüber der Planung besser oder schlechter entwickelnder Märkte oder sich verändernder Marktbedingungen besteht grundsätzlich für alle Geschäftsfelder des Daimler-Konzerns.

Potenzielle Auswirkungen der Risiken auf die Absatzentwicklung werden dabei in Risikoszenarien erfasst. Die Risiken können Veränderungen bezogen auf die geplante Geschäftstätigkeit sowie die zugehörigen Fahrzeugabsätze und -bestände bewirken. Ursachen können dabei insbesondere das zum Teil instabile makroökonomische Umfeld sowie politische oder wirtschaftliche Unsicherheiten sein. Unterschiede zwischen den Geschäftsfeldern gibt es aufgrund der teilweise abweichenden regionalen Tätigkeitsschwerpunkte der einzelnen Segmente. Auch die Diskussionen um die Zukunft der Dieseltechnologie und die damit verbundenen rechtlichen Unwägbarkeiten sorgen für eine Veränderung der Kundennachfrage, die sich negativ auf den Absatz von Dieselfahrzeugen auswirken kann und mögliche Ergebniseinbußen zur Folge hat. Die Markt-, Absatz- und Bestandsentwicklung wird von den Geschäftsfeldern kontinuierlich analysiert und überwacht; gegebenenfalls werden spezifische Marketing- und Vertriebsprogramme aufgesetzt. Für jedes Geschäftsfeld sind dabei klare Strategien für ein profitables Wachstum und ein effizientes Vorgehen formuliert.

Volatilitäten in Bezug auf die Entwicklungen der Märkte können auch dazu führen, dass sich der Gesamtmarkt oder regionale Rahmenbedingungen für die Automobilindustrie besser entwickeln als in den internen Prognosen und Prämissen, die der Zielplanung des Unternehmens zugrunde liegen, angenommen. Dies kann zu marktwirtschaftlichen Chancen führen. Chancen können zudem aus einer Verbesserung der Wettbewerbssituation oder einer positiven Nachfrageentwicklung der Geschäftsfelder entstehen. Die bestehenden Marktchancen der Geschäftsfelder des Daimler-Konzerns können jedoch nur genutzt werden, wenn die Produktion hierauf ausgerichtet werden kann und regionale Rahmenbedingungen dies ermöglichen. Zudem müssen Lücken zwischen Nachfrage und Angebot rechtzeitig erkannt und abgedeckt werden. Die durch den Daimler-Konzern initiierbaren Maßnahmen zur Nutzung des Chancenpotenzials umfassen eine Kombination aus dezentralen Vertriebs- und Marketingaktionen sowie zentralen, strategischen Produkt- und Kapazitätsplanungen.

Da die Zielerreichung des Geschäftsfelds Daimler Financial Services eng mit dem Geschäftsverlauf der automobilen Geschäftsfelder verbunden ist, spiegeln sich bestehende Volumenrisiken und -chancen auch im Segment Daimler Financial Services wider.

Aufgrund der zum Teil angespannten wirtschaftlichen Lage einiger Händler und Fahrzeugimporteure könnten Unterstützungsleistungen notwendig werden, um die Leistungsfähigkeit der Geschäftspartner sicherzustellen. Die Ursache der Risiken liegt in deren jeweiligem Risikoumfeld. Unterstützungsleistungen würden die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der automobilen Geschäftsfelder belasten. Weitere Risiken können sich aus der Abhängigkeit von bestimmten Händlern ergeben. Unter Umständen müssen Beziehungen zu weiteren Geschäftspartnern aufgebaut werden. Die finanzielle Lage strategisch relevanter Händler und Fahrzeugimporteure wird kontinuierlich überwacht. Im Bedarfsfall werden Anpassungen der Zahlungsmodalitäten vorgenommen und weitere Sicherheiten gewährt. Entsprechende Risiken bestehen für Händler und Fahrzeugimporteure der Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks und Mercedes-Benz Vans.

Das erfolgreiche Produktportfolio des Daimler-Konzerns trägt zu einer vorteilhaften Positionierung gegenüber den Wettbewerbern bei. Ein möglicherweise steigender Wettbewerbs- und Preisdruck betrifft vor allem die Segmente Mercedes-Benz Cars und Daimler Trucks. Hierbei können aufgrund einer aggressiven Preispolitik, der Einführung neuer Produkte durch Wettbewerber oder des Preisdrucks in Bezug auf das After-Sales- Geschäft gegebenenfalls Preise nicht wie erwartet durchgesetzt werden. Es ist möglich, dass daraus reduzierte Erträge resultieren, die geplante Profitabilität der Produkte nicht erreicht wird oder Marktanteile sinken. Der Umfang der Risiken orientiert sich dabei an der Größe des Absatzvolumens eines Geschäftsfelds. Zur frühzeitigen Erkennung zugehöriger Risiken wird ein kontinuierliches Monitoring der Wettbewerber durchgeführt. Je nach Ausprägung werden produktspezifische und gegebenenfalls regional unterschiedliche Maßnahmen ergriffen, um absatzschwächere Märkte zu unterstützen. Hierzu gehören beispielsweise die Nutzung neuer Vertriebskanäle, Maßnahmen zur Stärkung des Markenbewusstseins und der Markentreue sowie Verkaufs- und Marketingaktionen. Zudem setzt Daimler unterschiedliche Programme zur Verkaufsförderung ein, die finanzielle Anreize für Kunden beinhalten.

Weitere Risiken bei Mercedes-Benz Cars, Mercedes-Benz Vans und Daimler Financial Services betreffen die Entwicklung der Gebrauchtwagenmärkte und damit die Restwerte der produzierten Fahrzeuge. Insbesondere die bestehenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit Dieselfahrzeugen können sich negativ auf die Restwerte auswirken. Im Rahmen des etablierten Restwertmanagementprozesses werden auf lokaler und zentraler Ebene regelmäßig bestimmte Annahmen über das erwartete Preisniveau getroffen, auf deren Basis die Rückläufe aus Leasinggeschäften bewertet werden. Sollte aufgrund sich verändernder Marktentwicklungen eine negative Abweichung von Annahmen eintreten, besteht das Risiko niedrigerer Fahrzeugrestwerte. Die Maßnahmen umfassen je nach Region und aktueller Marktlage grundsätzlich die kontinuierliche Marktüberwachung sowie gegebenenfalls Preissetzungsstrategien oder absatzfördernde Maßnahmen zur Regulierung der Fahrzeugbestände. Die Prognosequalität der Markteinschätzung wird durch regelmäßige Vergleiche von internen und externen Quellen verifiziert, und die Restwertsetzung wird bei Bedarf angepasst sowie methodisch, prozessual und systemseitig weiterentwickelt. Chancen aus einer positiven Entwicklung der Restwerte können sich hingegen aus einem günstigen Marktumfeld für Gebrauchtfahrzeuge sowie einer Verringerung der gewährten Rabatte für Neufahrzeuge ergeben.

Darüber hinaus besteht für die Gesellschaften bei Daimler Financial Services, die gewerbliches Fuhrpark- und Leasingmanagement betreiben, ein Restwertrisiko aus Fremdfahrzeugen, da für den größten Teil der Fahrzeuge keine Restwertgarantien der Hersteller vorliegen. Dem Restwertrisiko wird durch eine hohe Diversifikation bezüglich Marken, Regionen, Kunden und Laufzeiten Rechnung getragen. Die Gebrauchtfahrzeugpreise werden laufend sowohl lokal als auch zentral überwacht, um das Restwertrisiko durch den Verfall von Marktpreisen rechtzeitig zu prognostizieren und gegebenenfalls geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Trotz zunehmender Restwertrisiken hat sich die Eintrittswahrscheinlichkeit der allgemeinen Marktrisiken im Vergleich zum Vorjahr durch eine bessere Marktpositionierung der automobilen Geschäftsfelder gegenüber ihren Wettbewerbern segmentübergreifend von »mittel« auf »niedrig« reduziert.

Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem Leasing- und Absatzfinanzierungsgeschäft

Im Zusammenhang mit der Veräußerung von Fahrzeugen bietet Daimler seinen Kunden auch vielfältige Finanzierungsmöglichkeiten an – vor allem die Finanzierung oder das Leasing von Konzernprodukten. Die daraus resultierenden Risiken für das Segment Daimler Financial Services liegen vor allem in einer Verschlechterung der Bonität der Kreditnehmer, sodass Forderungen aufgrund der Zahlungsunfähigkeit von Kunden ganz oder teilweise uneinbringlich werden können (Adressenausfall- oder Kreditrisiko). Daimler begegnet den Kreditrisiken mit Bonitätsprüfungen auf Basis standardisierter Scoring- und Ratingverfahren, der Besicherung der Forderungen und einem leistungsfähigen Risikomanagement mit einem starken Augenmerk auf das Monitoring von sowohl internen als auch makroökonomischen Frühwarnindikatoren. Sonstige Risiken im Zusammenhang mit dem Leasing- und Absatzfinanzierungsgeschäft betreffen mögliche höhere Refinanzierungskosten infolge von Zinsänderungen (Zinsänderungsrisiko).

Bei einer Anpassung der Kreditkonditionen für Kunden im Leasing- und Absatzfinanzierungsgeschäft aufgrund höherer Refinanzierungskosten können sich das Neugeschäft und das Vertragsvolumen von Daimler Financial Services und auch der Absatz der automobilen Geschäftsfelder verringern. Risiken und Chancen ergeben sich zudem aus einer nicht fristenkongruenten Refinanzierung. Durch eine auf die Laufzeiten der Finanzierungsverträge abgestimmte Refinanzierung wird das Risiko der Fristeninkongruenz sowohl unter Zins- als auch unter Liquiditätsgesichtspunkten minimiert. Verbleibende Zinsänderungsrisiken werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente gesteuert. Weitere Informationen zum Kreditrisiko und zu den risikobegrenzenden Maßnahmen des Konzerns können der Anmerkung 32 des Konzernanhangs entnommen werden.

Mögliche Restwertrisiken für die automobilen Geschäftsfelder und die Gesellschaften im Geschäftsfeld Daimler Financial Services, die gewerbliches Fuhrpark- und Leasingmanagement betreiben, sind im Abschnitt »Allgemeine Marktrisiken und -chancen« beschrieben.

Das Ausmaß der Risiken und Chancen sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken im Zusammenhang mit dem Leasing- und Absatzfinanzierungsgeschäft werden unverändert als »niedrig« eingeschätzt.

Beschaffungsmarktrisiken und -chancen

Die Risiken auf der Beschaffungsseite ergeben sich für die automobilen Geschäftsfelder insbesondere aus den Schwankungen bei Rohstoff- und Energiepreisen. Daneben bestehen Risiken aus finanziellen Engpässen bei Lieferanten, Kapazitätsengpässen durch den Ausfall von Lieferanten sowie aus der Unterauslastung von Produktionskapazitäten bei Lieferanten. Die Risikosituation hat sich in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Ausmaß im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Chancen auf den Rohmaterialmärkten bestehen weiterhin aufgrund von positiven Preisentwicklungen bei relevanten Rohmaterialien. Im Vergleich zum Vorjahr reduziert sich jedoch deren Ausmaß durch pessimistischere Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Rohstoffpreise von »mittel« auf »niedrig«.

Die Rohmaterialpreise im Jahr 2017 waren weiterhin von deutlicher Volatilität geprägt. Aufgrund von weitestgehend unveränderten makroökonomischen Rahmenbedingungen werden in naher Zukunft Preisschwankungen mit unsicheren und uneinheitlichen Trends erwartet. So können die Rohstoffmärkte von politischen Krisen und Unsicherheiten – verbunden mit möglichen Versorgungsengpässen – sowie von der volatilen Nachfrage nach vereinzelten Rohmaterialien beeinflusst werden; damit erhöht sich das Risiko aus Rohmaterialpreisen für die einzelnen automobilen Segmente. Generell sind der Weitergabe der Rohstoff- und Materialverteuerungen über höhere Preise für die hergestellten Fahrzeuge enge Grenzen gesetzt, da auf den internationalen Automobilmärkten ein ausgeprägter Konkurrenzdruck herrscht.

Das Lieferantenrisikomanagement zielt darauf ab, mögliche finanzielle Engpässe bei Lieferanten frühzeitig zu erkennen und geeignete Abwehrmaßnahmen einzuleiten. Auch nach den zurückliegenden Krisenjahren ist die Situation bei einigen Lieferanten aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks weiterhin angespannt. Dies hat dazu geführt, dass einzelne oder gemeinschaftliche Unterstützungsmaßnahmen seitens der Fahrzeughersteller notwendig wurden, um deren Produktion und Absatz sicherzustellen. Im Rahmen des Lieferantenrisikomanagements werden in Abhängigkeit von erfassten Warnsignalen und der internen Einstufung regelmäßige Berichtstermine für Lieferanten vereinbart, an denen wichtige Leistungskennziffern an Daimler berichtet und bei Bedarf etwaige Stützungsmaßnahmen bestimmt werden.

Durch die geplante Elektrifizierung neuer Baureihen und einer Verschiebung der Kundennachfrage von Diesel- zu Benzinmotoren besteht insbesondere im Segment Mercedes-Benz Cars das Risiko eines veränderten Lieferabrufs an fremdbeschafften Teilen von Lieferanten durch Daimler. Für bestimmte Lieferanten könnte dies eine Über- oder Unterauslastung von Produktionskapazitäten zur Folge haben. Bei Fixkostenunterdeckungen besteht das Risiko, dass Lieferanten eine Kompensationszahlung einfordern könnten. Auch notwendige Kapazitätserweiterungen bei Lieferanten könnten eine kostenseitige Beteiligung erfordern.

Risiken und Chancen infolge gesetzlicher und politischer Rahmenbedingungen

Die Automobilindustrie unterliegt weltweit umfassender staatlicher Regulierung. Gesetzliche und politische Rahmenbedingungen haben einen nicht unerheblichen Einfluss auf den künftigen Geschäftserfolg von Daimler. Dabei spielen insbesondere die Emissions-, Verbrauchs- und Zertifizierungsbestimmungen für Fahrzeuge eine wichtige Rolle. Um die vielfältigen und weltweit oftmals divergierenden Regelungen einzuhalten, sind erhebliche Anstrengungen seitens der Automobilindustrie erforderlich. Daimler erwartet, dass der Konzern in Zukunft einen noch höheren Anteil des Forschungs- und Entwicklungsbudgets für die Erfüllung dieser Anforderungen aufwenden wird. Unabhängig davon konnte die Einschätzung der Risiken und Chancen infolge gesetzlicher und politischer Rahmenbedingungen hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken auf »niedrig« reduziert werden. Ursächlich hierfür ist insbesondere, dass für das Jahr 2018 absehbare Themen planerisch berücksichtigt sind. Das Ausmaß der Risiken und Chancen bleibt unverändert »hoch«.

Viele Länder und Regionen haben bereits strengere Regelungen zur Reduzierung von Emissions- und Verbrauchswerten von Fahrzeugen erlassen oder bringen aktuell entsprechende Gesetzesvorgaben auf den Weg, zum Beispiel zur Umweltverträglichkeit von Automobilen, einschließlich der Emissionswerte, der Treibstoffeffizienz und der Lärmgeräusche, sowie zum Schadstoffgehalt der Emissionen, der von Produktionsstandorten verursacht wird. Die Nichteinhaltung der einschlägigen Vorschriften in den einzelnen Regionen kann unter Umständen mit erheblichen Strafen und Reputationsrisiken verbunden sein und sogar so weit führen, dass Fahrzeuge in den betroffenen Märkten nicht oder nicht mehr zugelassen werden können. Die Kosten für die Einhaltung dieser Vorschriften insbesondere für die konventionellen Antriebe sind erheblich, und Daimler erwartet in diesem Zusammenhang einen erheblichen Anstieg der Kosten.

Im Segment Mercedes-Benz Cars bestehen Risiken aus Regelungen zum Flottendurchschnittsverbrauch im chinesischen Markt. In der Europäischen Union hat die EU-Kommission im November 2017 einen anspruchsvollen Vorschlag zur künftigen Regelung des CO2-Ausstoßes von Neufahrzeugen (Zeitraum 2021 bis 2030) vorgestellt. Die Treibhausgas- beziehungsweise Verbrauchsgesetzgebung in den USA trifft die deutschen Premiumhersteller und damit auch das Segment Mercedes-Benz Cars stärker als zum Beispiel die amerikanischen Hersteller. In zahlreichen weiteren Ländern existieren ähnliche Gesetze oder sind derzeit in Vorbereitung, wie in Japan, Südkorea, Indien, Kanada, der Schweiz, Mexiko, Saudi-Arabien, Brasilien und Australien. Daimler berücksichtigt diese Zielvorgaben in den Produktplanungen. Die zunehmend anspruchsvolleren Zielsetzungen erfordern signifikante Anteile von Plug-In-Hybriden oder anderen elektrifizierten Antrieben. Der Markterfolg dieser Antriebskonzepte wird maßgeblich vom regionalen Marktumfeld mitbestimmt, beispielsweise von der Ladeinfrastruktur und von staatlichen Fördermaßnahmen.

Falls die negativen Schlagzeilen zum Dieselantrieb und die Androhung von Fahrverboten für Dieselfahrzeuge die Kunden verunsichern würden und sich dadurch dauerhaft Verschiebungen im Antriebsportfolio (weniger Diesel, mehr Benziner) ergeben, wären zur Erreichung der ab 2020 geltenden CO2-Flottenziele weitere entwicklungs- und produktionsseitige Maßnahmen erforderlich. Andererseits könnten sich bei differenzierenden Fahrverboten in Städten, die Dieselfahrzeuge mit guten Emissionswerten priviligieren, für unsere abgasseitig sehr guten neuen Vier- und Sechszylinder-Motoren (OM 654, OM 656) Wettbewerbsvorteile ergeben.

Nach der EU-Richtlinie 2006/40/EG erhalten seit dem 1. Januar 2011 nur diejenigen Fahrzeuge eine Typgenehmigung, deren Klimaanlage mit einem Kältemittel befüllt ist, das bestimmte Kriterien hinsichtlich der Klimafreundlichkeit erfüllt. Für Fahrzeuge, die aufgrund früher erteilter Typgenehmigungen gebaut werden, sah die Richtlinie eine Übergangszeit bis zum 31. Dezember 2016 vor. Fahrzeuge von Mercedes-Benz erfüllen die seit dem 1. Januar 2017 geltenden gesetzlichen Anforderungen durch den Einsatz von CO2-Klimaanlagen sowie des Kältemittels R1234yf in Kombination mit einer speziell entwickelten Schutzeinrichtung, die je nach Fahrzeugkonfiguration verwendet wird, vollumfänglich. Die EU-Kommission hat im Dezember 2016 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) eingeleitet. Die Kommission sieht einen Verstoß gegen die europäische Rahmenrichtlinie für Typgenehmigungen sowie gegen die Richtlinie über Emissionen aus Klimaanlagen in Kraftfahrzeugen durch deutsche Behörden. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat die Daimler AG mit Verfügung im März 2017 aufgefordert, die im ersten Halbjahr 2013 aus Sicherheitsgründen noch mit dem früher verwendeten Kältemittel R134a ausgestatteten Fahrzeuge umzurüsten. Daimler hält die Forderung für unbegründet und hat Widerspruch gegen die Verfügung eingelegt. Derzeit geht der Konzern nicht davon aus, dass sich aus diesen Vorgängen wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ergeben.

Strenge Regelungen zur Reduzierung von Emissions- und Verbrauchswerten von Fahrzeugen sind auch für die Geschäftsfelder Daimler Trucks und Daimler Buses mit Risiken behaftet, da die gesetzlichen Vorgaben in einigen Ländern schwer zu erfüllen sein werden. So sind für die schweren Nutzfahrzeuge in Japan seit 2006 und in den USA seit 2011 Gesetze zur Reduzierung von Treibhausgasen und Kraftstoffverbrauch in Kraft. China hat 2017 ein Verbrauchsgesetz entwickelt, das auch unsere Exporte von schweren Nutzfahrzeugen dorthin betrifft und ab 2019/2020 hohe Anforderungen stellt. Die Europäische Kommission arbeitet zurzeit an einem Messverfahren zur Erfassung des CO2-Ausstoßes von schweren Nutzfahrzeugen, das ab 2019 anzuwenden sein wird. Darüber hinaus hat die Europäische Kommission beschlossen, noch im ersten Halbjahr 2018 eine Regulierung zur Begrenzung der CO2-Emissionen von schweren Nutzfahrzeugen vorzustellen. Wir erwarten, dass die von EU-Parlament und Rat zu bestätigenden Grenzwerte ab circa 2025 zu erfüllen sein werden. Auch andere Länder wie zum Beispiel Indien, Südkorea und Brasilien arbeiten an Entwürfen zur Begrenzung des Kraftstoffverbrauchs von schweren Nutzfahrzeugen.

Darüber hinaus arbeiten viele Nationen wie zum Beispiel China, Indien und Brasilien an der Regulierung der Schadstoffemissionen, was diese Länder diesbezüglich auf das Niveau mindestens der Euro VI-Gesetzgebung hebt. Somit müssen Daimler Trucks und Daimler Buses neueste Technologie einsetzen, um diese Anforderungen zu erfüllen.

Auch für die leichten Nutzfahrzeuge sind sehr anspruchsvolle CO2-Emissionsvorschriften geplant beziehungsweise beschlossen, die vor allem langfristig eine Herausforderung für das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Vans darstellen. In den USA ist Mercedes-Benz Vans von der Verbrauchs- und Treibhausgasregulierung von Pkw und schweren Nutzfahrzeugen in unterschiedlichem Maße betroffen. Die Verschärfung der Grenzwerte für die Jahre 2021 bis 2027 wird auch Mercedes-Benz Vans betreffen. Die im November 2017 von der EU-Kommission präsentierten Vorschläge für die Limitierung der CO2-Emissionen von leichten Nutzfahrzeugen sind, falls sie vom Parlament und Rat der EU bestätigt werden, sehr anspruchsvoll.

Zusätzlich zu den beschriebenen Emissions- und Verbrauchsbestimmungen nehmen in Städten und Ballungszentren weltweit verkehrspolitische Restriktionen zur Bekämpfung von Staus, Lärm und Emissionen an Bedeutung zu. In China wird beispielsweise der limitierte Zugang zu Registrierungsmöglichkeiten von Fahrzeugen fortgesetzt und es werden jetzt auch importierte Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge gezielt vom Zugang zur Registrierung ausgegrenzt (zum Beispiel in Peking, Guangzhou, Shenzhen). Diese Entwicklungen können die Absatzentwicklung insbesondere in den Wachstumsmärkten dämpfen. In europäischen Städten erhöhen zunehmend Diskussionen um Fahrverbote den Druck zur Reduzierung des Individualverkehrs, insbesondere auf jenen mit Dieselfahrzeugen.

Aus diesen Diskussionen beziehungsweise dem Verbot von konventionell angetriebenen Fahrzeugen kann eine Nachfrage nach alternativ betriebenen Fahrzeugen entstehen, insbesondere nach Elektrofahrzeugen sowie nach Mobilitätsdienstleistungen einschließlich Carsharing-Diensten. Um die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen, ist Daimler mit innovativen Mobilitätsdienstleistungen (unter anderem mit car2go, moovel, myTaxi und Via) am Markt vertreten.

Daimler verfolgt ständig die Entwicklung der gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen und versucht, absehbare Anforderungen und langfristige Zielsetzungen frühzeitig im Produktentstehungsprozess zu antizipieren. Die große Herausforderung der nächsten Jahre wird sein, in jedem Markt das passende Antriebsportfolio und die passende Produktpalette anzubieten und dabei gleichzeitig Kundenwünsche, interne Wirtschaftlichkeitsziele und gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Bei einer optimalen Ausgestaltung von Portfolio und Markteinführungsstrategien können hieraus auch Wettbewerbsvorteile entstehen.

Darüber hinaus könnte die Position des Daimler-Konzerns in wichtigen ausländischen Märkten durch die Zunahme bilateraler Freihandelsabkommen beeinflusst werden. Sofern bilaterale Abkommen ohne die Beteiligung der EU beziehungsweise ohne den Abschluss gleichwertiger Abkommen der Europäischen Union abgeschlossen werden, könnte das die Position des Daimler-Konzerns signifikant beeinträchtigen. Gleichzeitig könnten aus EU-Freihandelsabkommen auch Chancen für den Daimler-Konzern gegenüber Wettbewerbern entstehen, in deren Ländern keine entsprechenden Abkommen bestehen.

Ferner besteht die Gefahr, dass einzelne Länder bei dem Versuch, ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt zu schützen oder zu verbessern, verstärkt zu interventionistischen und protektionistischen Maßnahmen greifen. Dies betrifft Märkte der Entwicklungs- und Schwellenländer, aber auch Europa, die USA und China und äußert sich vor allem in Local-Content-Vorschriften über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Darüber hinaus wird durch Marktzugangsbarrieren wie beispielsweise erschwerte Zertifizierungsprozesse und Verzögerungen von Zertifizierungen oder sehr aufwendige Zollprozeduren versucht, den Zuwachs von Importen zu begrenzen und gleichzeitig mithilfe von industriepolitischen Maßnahmen Investitionen ins Land zu holen. Auch Veränderungen von Steuersubventionen oder Ähnliches haben das Potenzial, die Gesamtmarktentwicklung deutlich zu beeinflussen, und erhöhen die Unsicherheiten im Planungsprozess.

Um sich diesen Rahmenbedingungen anzupassen, hat Daimler bereits die lokale Wertschöpfung in wichtigen Märkten erhöht und damit rechtzeitig die Weichen gestellt. Auf Basis der zunehmenden Marktnähe der Produktionsstandorte ergeben sich zusätzliche Chancen für den Daimler-Konzern wie zum Beispiel Chancen in der Potenzialausschöpfung der Märkte oder logistische Vorteile.

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