Geschäftsbericht 2017

Politischer Dialog und Interessenvertretung

Als weltweit tätiges Unternehmen sind wir vielfältigen politischen Veränderungen und Entscheidungen unterworfen, die unser geschäftliches Handeln beeinflussen. Deshalb ist es für die Zukunftssicherung des Daimler-Konzerns wichtig, dass wir die Interessen unseres Unternehmens im offenen Dialog mit Regierungen, Verbänden und Organisationen sowie gesellschaftlichen Gruppen vertreten. In gleicher Weise greifen wir deren Anregungen auf und berücksichtigen auch ihre Interessen.

Unsere Grundsätze für den politischen Dialog und die Interessenvertretung bilden die Basis für eine verantwortungsbewusste und compliancegerechte Lobbyarbeit. Dazu gehört etwa die Neutralität im Umgang mit politischen Parteien und Interessenvertretungen.

In unseren Gesprächen mit politischen Entscheidern geht es uns darum, mehr Planungssicherheit zu erreichen und unsere Ideen in gesellschaftliche Veränderungsprozesse einzubringen. Im Mittelpunkt stehen für uns Themen wie Fahrzeugsicherheit, Emissionsregularien, neue Mobilitätskonzepte oder die Elektromobilität. Handelspolitik, standortspezifische Fragen sowie die Bildungs- und Personalpolitik sind weitere Schwerpunkte.

Die Managementrichtlinie »Politische Interessenvertretung und Parteispenden« regelt unter anderem die Anwendung von In-strumenten der politischen Interessenvertretung. Politische Interessenvertretung bedeutet Interessenvertretung im Dialog mit Entscheidungsträgern, beispielsweise mit gewählten oder nominierten Politikern, Regierungsmitgliedern, Vertretern politischer Interessengruppen, Handelsorganisationen, Verbänden und Amtsträgern. Die Mitarbeit in Fachgremien auf Arbeits-ebene sowie der Produktvertrieb an Ministerien, Behörden und Diplomaten im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit fallen nicht unter die politische Interessenvertretung.

Zentrale Koordinierungsstelle für den Dialog mit der Politik auf nationaler wie internationaler Ebene ist der Bereich Politik und Außenbeziehungen im Ressort des Vorstandsvorsitzenden. Die Arbeit dieses Bereichs wird in einem weltweiten Netzwerk mit Büros in Berlin, Brüssel, Peking, Singapur, Stuttgart und Washington sowie Konzernrepräsentanzen in wichtigen Märkten organisiert. Um eine inhaltlich abgestimmte politische Interessenvertretung sicherzustellen und eine unkoordinierte Ansprache von politischen Zielgruppen zu vermeiden, müssen sich Mitarbeiter im Bereich Politik und Außenbeziehungen registrieren lassen.

Das unternehmensweite »Register für angemeldete Lobbyisten« sorgt mit dafür, dass unsere politische Interessenvertretung mit geltenden Vorschriften und ethischen Standards im Einklang steht. Es unterstützt zudem die Erfüllung der Registrierungspflichten bei öffentlichen Einrichtungen.

Wie in den Vorjahren hat die Daimler AG im Jahr 2017 die politischen Parteien in Deutschland mit insgesamt 320.000 € gefördert. Davon erhielten CDU und SPD je 100.000 €, FDP, CSU sowie BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN je 40.000 €. Zuwendungen an politische Parteien erfolgen stets auf der Basis eines Vorstandsbeschlusses.

Daimler GB2017 E.06 Exemplarische Instrumente

 

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