Geschäftsbericht 2017

Umweltschutz in der Produktion

Unser Engagement für die Umwelt ist integraler Bestandteil unserer auf langfristige Wertsteigerung ausgelegten Unternehmensstrategie. Vor diesem Hintergrund haben wir an unseren Produktionsstandorten Umweltmanagementsysteme mit dem Ziel etabliert, effiziente und qualitätsgerechte Leistungen umweltschonend, sicher und rechtskonform zu erbringen. Des Weiteren werden Umweltrisikobewertungen an allen mehrheitlich im Besitz des Konzerns befindlichen Produktionsstandorten durchgeführt.

Ein hohes Niveau der Luftreinhaltung und des Klimaschutzes sowie des Ressourcenschutzes (Wassernutzung, Abfallwirtschaft, Bodenschutz) ist erreicht. Ziel der Daimler-Konzernstandards ist es, dieses Niveau zu erhalten. Mit den vom Vorstand verabschiedeten Umwelt- und Energieleitlinien definieren wir unsere Umwelt- und Energiepolitik und bekennen uns darin auch zu einem integrierten Umweltschutz. Dieser setzt an den Ursachen für Umweltbeeinträchtigungen an und berücksichtigt die Auswirkungen der Produktionsprozesse und Produkte auf die Umwelt bereits im Planungs- beziehungsweise Entwicklungsprozess.

Der Umweltschutz in der Produktion wird geschäftsbereichsübergreifend in drei regionalen Gremien koordiniert (Deutschland/Europa, Nord- und Südamerika und Asien), die wir zentralseitig steuern. Geregelt wird dies über eine Konzernrichtlinie sowie organisatorische und technische Standards.

Die Überwachung der Umweltleistung erfolgt sowohl durch externe Gutachter (ISO 14001 Zertifizierung, EMAS Validierung) als auch über interne Umweltrisikobewertungen (Due-Diligence-Prozess).

Schulungen führen wir über die jeweilige Standortorganisation durch. Wichtige Inhalte unserer Schulungen sind beispielsweise Gewässerschutz, Abwasserbehandlung, Notfallmanagement bei umweltrelevanten Betriebsstörungen oder umweltschutzgerechte Planung von Anlagen und Arbeitsstätten.

Minimierung der Umweltrisiken

Als Instrument der Umweltrisikovorsorge sowie zur Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen entwickelten wir 1999 eine Methodik zur Umweltrisikobewertung (Environmental Due Diligence). Diese wenden wir seit dem Jahr 2000 konzernweit sowohl intern als auch extern bei Akquisitionsvorhaben an. Seither führten wir drei komplette Risikobewertungen an den Daimler-Produktionsstandorten von Mercedes-Benz Cars, Mercedes-Benz Vans, Daimler Trucks und Daimler Buses durch. Die Ergebnisse wurden sowohl an die Werkleitungen der Standorte als auch zusammengefasst den Leitungen der jeweiligen Geschäftsfelder berichtet. 2014 begann die vierte Runde der Umweltrisikobeurteilung. Einige neue Risikoaspekte wurden in die Themenfelder integriert. Methode und Tools haben wir jedoch nicht verändert, um die Vergleichbarkeit mit den Resultaten der bereits durchgeführten Bewertungen zu gewährleisten.

Nach festgelegten, standardisierten Vorgehensweisen werden so sämtliche Produktionsstandorte im Rhythmus von fünf Jahren besucht und evaluiert. Es folgen Berichterstattungen an die Werk- und Geschäftsfeldleitungen sowie ein jährliches Controlling des Umsetzungsstandes der Empfehlungen zur Risikominimierung an den Standorten. Auf diesem Weg streben wir für alle Produktionsstandorte von Daimler weltweit einen verpflichtenden hohen Umweltstandard an. (Vgl. Abbildung E.02)

E.02 Methodik zur Umweltrisikobewertung

Im Jahr 2017 konnten wir zusätzlich alle Standorte des Geschäftsfelds Daimler Buses auditieren. Schwerpunktergebnisse lagen in den Bereichen Regenwasserverunreinigungen und -ableitungen sowie bei der fachgerechten Lagerung von Gefahrstoffen.

 

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